Gesammelte Artikel der Rubrik 'Linksjugend ['solid]'

Landesregierung muss Finanzierung einer Junge-Union-Veranstaltung mit Folterbefürworter Wolffsohn stoppen!

Hannover. DIE LINKE im Landtag hat mit Empörung darauf reagiert, dass die Landesregierung eine Veranstaltung der Jungen Union Niedersachsen zum Afghanistankrieg finanziell fördert, bei der der umstrittene Historiker Michael Wolffsohn referieren soll. Das 8. Rotenburger Sicherheitsforum der Jungen Union findet am 30. Oktober statt. Wolffsohn hat sich wiederholt für den Einsatz von Foltermethoden ausgesprochen, unter anderem hatte er in der TV-Sendung „Maischberger“ erklärt, man könne Terrorismus nicht mit „Gentleman-Methoden“ bekämpfen; Folter oder die Androhung von Folter sei ein legitimes Mittel gegen Terroristen. Victor Perli, der jugendpolitische Sprecher der Linksfraktion, forderte die Landesregierung auf, ihre Finanzierungszusage zurückzuziehen: „Derartige Inhalte verstoßen gegen die Förderrichtlinien des Landes. Herr Wolffsohn befindet sich mit seinen Äußerungen zur Terrorismusbekämpfung außerhalb des Grundgesetzes, der Europäischen Menschrechtskonvention und des Völkerrechts. Es wäre ein unverantwortliches Signal, wenn die Landesregierung für das Referentenhonorar aufkommt.” Die Linksfraktion forderte auch die CDU und ihre Jugendorganisation auf, sich von der Anwendung von Folter zu distanzieren. [Weiterlesen →]

HAZ: “Linksjugend erringt Erfolg”

Der Jugendverband der Linkspartei, solid, hat vor dem Verwaltungsgericht Berlin einen Erfolg gegen die Bundesregierung erstritten.Es geht um die Forderung von solid, an der Förderung politischer Jugendorganisationen teilhaben zu können. Weil die Organisation bisher nicht Empfänger war, stellte sich das zuständige Bundesministerium quer. Ein Gerichtsverfahren schloss sich an. Auch in Niedersachsen sind Anträge von solid bisher abgelehnt worden. Der Abgeordnete Viktor Perli erwartet jetzt, dass sich die Praxis ändern wird. p.

Hannoversche Allgemeine Zeitung, 24.11.09, Seite 2

Linksjugend ['solid] gewinnt Klage gegen Bundesrepublik: Ausschluss von Fördermitteln war rechtswidrig

Mit Freude habe ich heute morgen das Urteil des Verwaltungsgerichtes Berlin zur Kenntnis genommen: Die Ablehnung von Fördergeldern für die Linksjugend ['solid] durch das Bundesministeriums für Senioren, Familie und Jugend aus dem Jahre 2006 war rechtswidrig. Damit hat der Jugendverband der LINKEN auf dem Rechtsweg einen wichtigen Erfolg gegen die Ausgrenzung aus der öffentlichen Förderung der politischen Jugendarbeit errungen.
Neben dem Bundesministerium ist die CDU-Jugendorganisation “Junge Union” die eindeutige Verlierin dieses Urteils. Deren Blockade im Ring der Politischen Jugend hatte überhaupt erst den Klageweg der Linksjugend eröffnet. Damit ist die Linksjugend nun auch nicht auf Empfehlungen des Rings der Politischen Jugend bei der Förderhöhe angewiesen. Die Jugendorganisationen von FDP und Grünen erhalten rund 100.000 Euro pro Jahr.

Zudem ist dieses Urteil ein Signal für die Verantwortlichen auf Landesebene. Der Jugendverband der LINKEN darf nicht mit fadenscheinigen Argumenten von der öffentlichen Förderung ausgeschlossen werden!

Linksjugend ['solid] kann endlich gefördert werden

Artikel aus der “Kritik.Punkt”, dem Newsletter der Linksfraktion im Niedersächsischen Landtag:

Die Landesregierung will eine neue Förderrichtlinie einführen, die ab 2010 allen Jugendverbänden der im Landtag vertreten Parteien einen Rechtsanspruch auf Förderung von Bildungsmaßnahmen gewährt – und damit auch der Linksjugend [‘solid], die bisher außen vor gewesen ist. Das kündigte Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) auf eine Anfrage des linken Abgeordneten Victor Perli an. Für die Förderung ist bislang die Vereinigung Politischer Jugend zuständig gewesen. Da in diesem Gremium das Prinzip der Einstimmigkeit gilt, scheiterte die Aufnahme des LINKEN-Jugendverbandes stets am Veto der CDU-Jugend. Dadurch erhielt die Linksjugend in den vergangenen Jahren als einziger großer Partei-Jugendverband keine öffentlichen Mittel. „Die Landesregierung weiß um die Rechtswidrigkeit dieses Zustandes und hat die Notbremse gezogen“, sagte Perli. „Das ist eine Schmach für die Junge Union.“ Der Unionsnachwuchs hat mit seinem Verhalten nicht nur die Oppositionsrechte beschnitten, sondern auch die von der Verfassung geforderte Gleichbehandlung der Parteien verhindert. Die Linksjugend [‘solid] hat deshalb Klage gegen das Land Niedersachsen eingereicht, um das Sozialministerium zu verpflichten, für das laufende Jahr beantragte Gelder auszuzahlen. Es geht dabei um 1.000 Euro, die die Jugendorganisation der LINKEN beim Landesamt für Soziales, Jugend und Familie beantragt hatte. Die Behörde lehnte den Antrag mit Hinweis auf die bisherige Vergabepraxis ab. Die Jugendverbände von FDP und Grünen erhalten jährlich über 16.000 Euro.

Die Debatte um die Dringliche Anfrage kann hier nachgelesen werden.

Perli begrüßt Systemwechsel bei der Förderung der politischen Jugendverbände – „Klage der Linksjugend gegen das Land Niedersachsen wird rückwirkend für Gerechtigkeit sorgen“

Hannover. Die Fraktion DIE LINKE im Landtag hat die Ankündigung der Landesregierung in der heutigen Sitzung des Landtags begrüßt, im kommenden Jahr eine neue Förderrichtlinie für die politischen Jugendverbände einzuführen, um allen Jugendverbänden der im Landtag vertretenen Parteien einen Rechtsanspruch auf Förderung zu gewähren. Für die Förderung war bislang die Vereinigung Politischer Jugend (VPJ) zuständig – da in diesem Gremium das Einstimmigkeitsprinzip gilt, scheiterte die Aufnahme des LINKEN-Jugendverbands Linksjugend ['solid] am Veto der Jungen Union. Die Blockade der jungen Christdemokraten hatte zur Folge, dass die Linksjugend als einziger großer Partei-Jugendverband kein öffentliches Fördergeld erhielt. Der jugendpolitische Sprecher der Linksfraktion, Victor Perli, sagte dazu: „Die Landesregierung weiß um die Rechtswidrigkeit dieses Zustands und hat die Notbremse gezogen, um auch den Jugendverband der LINKEN in die öffentliche Förderung aufnehmen zu können. Das ist ein klarer Sieg für unsere Jugendorganisation und eine Schmach für die Junge Union.“ [Weiterlesen →]

be part of the solution – http://www.weltretten.mobi/

Es ist Wahlkampf. Die großen Volksparteien lassen sich kaum voneinander unterscheiden und angesichts der ganz großen rosa-grün-gelb-schwarzen Koalition des Sozial- und Bildungsabbaus, die auch vor Angriffskriegen nicht zurück schreckt, macht sich schnell Ratlosigkeit breit. [Weiterlesen →]

Super erfolgreiche Bildungsdemos in ganz Niedersachsen!

Mehr als 55.000 Schülerinnen und Schüler, Eltern und Studierende haben in Niedersachsen in mehr als 15 Städten für bessere Lernbedingungen, gegen das Turbo-Abi und für gebührenfreie Bildung demonstriert.


Victor Perli beteiligte sich an der Demonstration in Hannover. Hier im Bild ganz links. (Quelle.)


Hier im Bild ganz rechts. (Quelle.)

Auf zum Bildungsstreik!

In Niedersachsen werden am 17. Juni ganz sicher Demonstrationen in Aurich, Braunschweig, Göttingen, Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Northeim, Oldenburg, Osnabrück, Osterholz, Stade, Stadthagen, Vechta, Verden, Walsrode und Wolfsburg stattfinden. Weitere mögliche Orte sind dieser Liste zu entnehmen. Wenn es in Deiner Nähe noch keine Demopläne gibt, melde Dich bei mir. Ich unterstütze bei der Suche nach Bündnispartnern und helfe bei organisatorischen Fragen.

Mehr Infos:
>>> Bildungsstreik 2009
>>> LandesschülerInnenrat
>>> Linksjugend ['solid]
>>> Linksjugend ['solid] Niedersachsen
>>> Musikvideo der Rap-Gruppe “Reimheit” zum Bildungsstreik

Tipp: Marx für Fortgeschrittene – Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie II

Passend zur Aktualität des marxschen Schriften in der beginnenden Krise empfehle ich die Teilnahme an dem unten beschriebenen Seminar der Linksjugend ['solid]:

06.-08. März in Göttingen

In diesem Seminar soll das Wissen über „die Kritik der politischen Ökonomie” vertieft werden. In Zeiten der Wirtschaftskrise und globalen Probleme ist Marx wieder aktueller denn je. Oft sind die Kenntnisse über seine Kapitalismuskritik bei Linken auf wenige Eckpunkte begrenzt. Aber mit Marx kann man mehr als „nur” die Ausbeutung und das Profitstreben erklären.

Dieses Seminar soll für seine TeilnehmerInnen einen Einstieg für ein tieferes Verständnis von kapitalistischer Produktion, Weltmarkt,
Finanz- und Handelswelt bieten. Es wird sich der Marx’schen Analyse langsam genähert und auch Grundkenntnisse werden aufgefrischt. Denn die Kritik ist der Kopf der Leidenschaft und damit die Vorbedingung für eine gehaltvolle Kapitalismuskritik.

Teamer: Bodo Niendel, Marco Heinig

Infos & Anmeldung
Anmeldung: politikundkultur@gmx.de
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Ein Lacher des Jahres 2008: Perli lässt Schünemann stolpern

Die Mitgliederzeitschrift der LINKEN, Disput, veröffentlicht jedes Jahr im Dezember-Heft einen “stillosen Jahresrückblick” mit den lustigsten Zitaten, dem besten Wortwitz oder auch amüsanten Versprechern des zurückliegenden Jahres. Ich habe es in diesem Jahr in diese Rubrik geschafft, mit einer Frage in der Landtagssitzung am 9. Mai (Fragestunde zum Verfassungsschutzbericht 2008), als ich dem Innenminister seine Widersprüchlichkeit aufs Brot schmieren konnte. Dieser Landtagsdisput sorgte anschließend für Schlagzeilen unter anderem in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung sowie in der taz.

Aus diesem Anlass  veröffentliche ich die entsprechende Passage aus dem stenographischen Protokoll erneut an dieser Stelle. Ohne Übertreibung darf inzwischen festgestellt werden, dass der Innenminister meine Anwesenheit im Parlament für ein reines Versehen der Einbürgerungsbehörden hält. Unterhaltsam sicher auch, dass der örtliche CDU-Abgeordnete postwendend meine Ausbürgerung forderte. Aber auch hier gilt: Große Worte und nichts dahinter. In diesem Sinne gute Unterhaltung und viele Lacher auch im kommenden Jahr.

Victor Perli (LINKE): Herr Präsident! Herr Innenminister Schünemann,
ich habe eine Frage. Angesichts der Tatsache, dass Sie mich soeben als angebliches Mitglied einer linksextremistischen Strömung in der Partei DIE LINKE benannt haben, und angesichts der Tatsache, dass es eine Regelanfrage beim Verfassungsschutz gibt, wenn Menschen eingebürgert werden, frage ich Sie, warum Sie mich im vergangenen Jahr eingebürgert haben und ob Sie häufiger Extremisten einbürgern.

(Beifall und Heiterkeit bei der LINKEN – Frank Oesterhelweg [CDU]: Wir nehmen das zurück! – Klaus Rickert [FDP]: Jeder macht mal Fehler! – Unruhe – Glocke des Präsidenten) [Weiterlesen →]

“Berufspolitiker – nein danke!”

Das Jugendmagazin “Jetzt” der Süddeutschen Zeitung hat einen Artikel über die Linksjugend ['solid] veröffentlicht. Darin werde ich am Ende zitiert – mit einer etwas eigenwilligen Interpretation des Redakteurs.

(…) “Aktionen wie Heiligendamm haben eine unglaubliche Strahlkraft auf junge Menschen. Die möchten dabei sein”, sagt Victor Perli, seit acht Jahren Solid-Mitglied und neugewählter Abgeordneter im Landtag von Niedersachsen.

Perli hält die Parlamente nicht für machtlose Schwatzbuden, dafür hegt er durchaus kritische Töne für die Linksjugend. “Wir haben der Partei noch kein richtiges Thema aufgedrückt”, sagt er, überhaupt würden viele Themen der Jungen in der Partei fehlen: Etwa die Jugend-Arbeitslosigkeit oder das, was er “Stallpflicht für Hartz-IV-Empfänger” nennt, den Zwang für junge Menschen, bei ihren Eltern zu wohnen. “Gysi und Lafontaine denken zu viel an die Rentner”, sagt er. Ruhig und freundlich klingt Perli dabei; aber nicht wie einer, der es unter Gysi und Lafontaine noch richtig weit bringen will. Berufspolitiker möchte auch er nicht werden und nur zwei Mandatszeiten im Landtag sitzen, höchstens. “Sonst”, sagt er, “wird man Teil des Problems.”

Ich halte das Abgeordneten-Dasein nicht für einen gewöhnlichen Beruf, das ist richtig. Zum letzten Satz möchte ich aber noch die Erklärung hinzufügen, die ich wesentlich kürzer auch dem Journalisten erklärt habe: Die Geschichte linker Parteien, deren Programmatik einmal auf weitgehende Verbesserungen bei den sozialen und ökologischen Fragen der Menschheit eintrat, ist immer auch geprägt worden von Abnutzung, Anpassung und der Abkehr von diesen Zielen.
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Nicht mehr im BundessprecherInnenrat der Linksjugend

LEIPZIG. Der Wolfenbütteler Landtagsabgeordnete der LINKEN, Victor Perli, hat bei einem Bundeskongress der Linksjugend [‘solid] am vergangenen Wochenende in Leipzig nicht mehr für das Amt des Bundessprechers kandidiert. “Ich möchte mich politisch ganz auf das Abgeordnetentätigkeit konzentrieren”, begründete Perli seinen Schritt.

Der 26-Jährige war in den vergangenen fünf Jahren auf der Bundesebene engagiert und trug beim Zusammenwachsen von WASG und Linkspartei Verantwortung für das Entstehen der Jugendorganisation der Partei DIE LINKE. Der Verband hat heute knapp 9.000 Mitglieder.