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Jean Ziegler, ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, sollte vor wenigen Tagen die Eröffnungsrede der Salzburger Festspiele 2011 halten. Kurzfristig wurde der scharfe Kapitalismuskritiker – offenbar auf Verlangen von Sponsoren – wieder ausgeladen.
Hier die ungehaltene Rede, Teil 1:
Teil 2:
27M BCN REVOLUTION from Paco Ruiz on Vimeo.
Hintergrund:
Steffen Vogel: “Europas Jugend: Abstieg und Wut”, in Blätter für deutsche und internationale Politik, 4/2011
Handelsblatt: “Was Spaniens Jugend auf die Straße treibt”, 31.05.2011
Konzert mit den Bots, am 28.04.2011 um 21:00 Uhr, in der KuBa-Halle Wolfenbüttel
Bots entsteht 1974 in Folge eines Studienprojekts des damaligen Sozialarbeiters Hans Sanders. 1976 gelingt der Band mit der zweiten LP Veröffentlichung der endgültige Durchbruch mit dem Hit (Was wollen wir trinken) “Sieben Tage lang “. Vor allem bei Benefizkonzerten, Solidaritätsfestivals, politischen Manifesten und Protestaktionen ist die Gruppe ein gern gesehener Gast und hat bis heute nichts von ihrer Aussagekraft verloren. [Weiterlesen →]
Seit einigen Tagen läuft in den deutschen Kinos ein bemerkenswerter Film, in dem neben Daniel Brühl meine Heimatstadt Wolfenbüttel und meine alte Schule – das Gymnasium im Schloss – in Hauptrollen zu sehen sind. “Der ganz große Traum” spielt im Jahr 1872 und erzählt von der Geburt des Fußballsports in Deutschland – zu dieser Zeit eine hochpolitische Angelegenheit. Die ZuschauerInnen bekommen Einblick in die Schwierigkeiten eines Arbeiterkindes auf einer “höheren Schule”, in die die tradierten Bildungsvorstellungen der Oberschicht (die bei CDU und FDP bis heute erkennbar sind), in Militarismus und deutschnationalen Starrsinn, Chauvinismus und fehlenden Frauenrechten im deutschen Kaiserreich.
Ein junger Lehrer, der die Rückständigkeit unter anderem mit Hilfe eines Fußballs aufbrechen will, wird für die Obrigkeit schnell zum Veratwortlichen für “sozialistische Umtriebe” an der Schule und in der Stadt… schließlich sind es die Schüler, die gegen ihre erzkonservativen Lehrer und Eltern revoltieren und damit nicht nur dem Fußballsport zum Durchbruch verhelfen.
Alles in allem ein unterhaltsamer, empfehlenswerter Film, in dem meine alte Schule zum passenden Schauplatz einer sympathischen Revolte geworden ist – und der mich an einigen Stellen an die die “sozialistischen Umtriebe” zu meiner Schulzeit erinnert hat…
Wieder mal ein überzeugendes Statement gegen den Krieg von unserem Fraktionsvorsitzenden im Bundestag.
2010 ist es erstmalig gelungen, Europas größten Naziaufmarsch in Dresden durch Massenblockaden zu verhindern. Grundlage des Erfolges war die übergreifende Zusammenarbeit zwischen Antifagruppen, lokalen Initiativen und Aktionsgruppen, Gewerkschaften, Parteien und Jugendverbänden sowie zahlreichen weiteren Organisationen und Einzelpersonen. Die Entschlossenheit tausender Menschen, sich mit den Mitteln des zivilen Ungehorsams den Nazis in den Weg zu stellen, machten die Blockaden zu einem Erfolg. Für dieses Jahr haben die Nazis angekündigt, mehrere Veranstaltungen zum Jahrestag der alliierten Luftangriffe auf Dresden durchzuführen. Wir werden uns dem wieder entschlossen entgegenstellen und der rechten Geschichtsverdrehung die rote Karte zeigen! Infos: www.dresden-nazifrei.com
Jean Ziegler, bis 2008 UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Mitglied im UN-Menschenrechtsrat
Quelle: Kinofilm/Dokumentation: “We feed the world”
Ein auführlicher Vortrag von Jean Ziegler findet sich hier.