„Deutschland-Stipendium“ bevorzugt einseitig MINT-Studierende – kein geeignetes Mittel zur Verbesserung der Studienfinanzierung
Hannover. DIE LINKE im Landtag hat kritisiert, dass beim sogenannten Deutschland-Stipendium bestimmte Studienfächer bevorzugt werden. Seit dem vergangenen Jahr gibt es dieses Stipendienprogramm, das zur Hälfte vom Bund und zur anderen Hälfte von der privaten Wirtschaft getragen wird. Wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, werden Studierende aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) gegenüber den Sozial-, Kultur- oder Sprachwissenschaften bevorzugt. „Das Deutschland-Stipendium hat eine starke Schlagseite“, kritisierte Victor Perli, der hochschulpolitische Sprecher der Fraktion. Knapp 60 Prozent der Stipendien gingen an MINT-Studierende an den Hochschulen. „Dabei sind nur gut 40 Prozent in diesen Fächern immatrikuliert“, sagte Perli. Schon deshalb sei das Deutschland-Stipendium kein geeigneter Weg zur Verbesserung der Studienfinanzierung: „Ministerin Wanka sollte sich lieber für ein besseres BAföG starkmachen und die Studiengebühren in Niedersachsen abschaffen, anstatt weiter auf Stipendien für eine Minderheit zu setzen.“ [Weiterlesen →]





